Grundschulverband Bremen

Am 6.5. hat der Grundschulverband Bremen eine Presseerklärung veröffentlicht. Wie so oft wurde sie bisher nirgends (inkl. deren eigener Homepage) veröffentlicht.
Daher hier der Wortlaut:

In den Grundschulen bewegt sich etwas!
Der Grundschulverband unterstützt den Weg der kooperativen Schulentwicklung
Trotz immer neuer Anforderungen: Die Bremer Grundschulleitungen fühlen sich mit ihren Problemen und Verbesserungsvorschlägen endlich wieder wahrgenommen.
Herausforderungen gemeinsam klären statt Lösungen von oben nach unten verordnen: „Kooperative Steuerung“ nennt sich das Angebot der Senatorin für Kinder und Bildung – zuerst an die Oberschulen, seit einem Jahr auch an die Grundschulen. Diese Strategie bringt deutlich weniger Reibungsverluste, mehr Transparenz und Effektivität in Planungs- und Entwicklungsabläufe.
Ein verändertes Klima in der Kommunikation zwischen Schulpraxis und Schulverwaltung schafft Raum für gemeinsam getragene Problemlösungen. Erste Ergebnisse wurden in einer Broschüre zusammengefasst, um die weitere Zusammenarbeit auf ein festes Fundament zu stellen, Fortschritte zu sichern und dem Prozess eine Perspektive zu geben (s. Anlage).
Konkrete Lösungen wurden bereits für das Einschulungsverfahren (Aufnahmeverordnung) und für die Berechnung der Sozialindikatoren gefunden. Mit dem Aussetzen der aufwändigen Vergleichsarbeiten VERA 3 für ein Jahr wurde Zeit für die Entwicklung praktikablerer Hilfen gewonnen, um den Lernstand der einzelnen SchülerInnen differenziert zu erheben und sie so zielgerichtet fördern zu können.
Als erste Schritte zur Stärkung der Grundschulen begrüßt der Grundschulverband ein Maßnahmenpaket der Senatorin als Reaktion auf die außerordentlichen Belastungen für zunächst 15 Schulen in besonders herausforderndem Umfeld, darunter
> die Einstellung von 30 zusätzlichen Sonderpädagogen und Sozialarbeitern für unterstützende schulische Maßnahmen wie für Kinder mit großen Entwicklungsverzögerungen oder sozial-emotionalen Problemen
> eine zusätzliche Stunde Mathematik je Klassenverband
> eine Entlastungsstunde für Klassenleitungen und Sonderpädagogen im Hinblick auf
die intensive Elternarbeit
> Stunden für die Schulentwicklung.
Als grundsätzlich notwendige Anpassung ist die Wiederherstellung der Eingruppierung der Lehrkräfte auf A13 und die Anhebung bei den Funktionsstellen zu werten, ein von den

Schulen seit Langem geforderter Schritt, genau wie die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze für das Referendariat.
Aber es bleiben noch Baustellen: So fordert der Grundschulverband dringend ein stärkeres Engagement der Bildungsverwaltung für einen durchgängigen „Bildungsplan von 0-10 Jahren“ mit entsprechenden gemeinsamen Projekten zur Verzahnung der Arbeit von Kindertagesstätten und Grundschulen. Auch die Umsetzung der zusätzlichen Bedarfe an Erzieherinnen in Ganztagsschulklassen, die bessere Ausstattung der Zentren für Unterstützende Pädagogik und gezieltere Anreize zur Personalgewinnung müssen angepackt werden (s. auch die Antworten der Parteien auf die „Wahlprüfsteine“ des Grundschulverbands unter www.grundschulverband.de).